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Renneinsätze bei Borgward, Goliath und Lloyd

 

Renneinsätze, bei denen Mann und Material auf das Härteste gefordert werden, nahmen bei den Automobilfirmen seit jeher einen hohen Stellenwert ein. Sowohl eigens für entsprechende Rennen entwickelte Fahrzeuge, aber auch solche, die der Serienproduktion entstammen, wurden seinerzeit von der Borgward-Gruppe auf den Rennpisten eingesetzt.

 

Die unzähligen Erfolge mit Borgward-Produkten aller drei Werke und die damit bewiesene Standfestigkeit der Motoren und Fahrgestelle konnten werbewirksam so gut vermarktet werden, dass die Werke dadurch und insbesondere einen ganz erheblichen Image-Gewinn für sich verbuchen konnten.

 

In den frühen fünfziger Jahren stieg BORGWARD in den Rennsport ein. Zunächst förderte er sämtliche Deutschlandfahrten des ADAC und fuhr danach mit einem HANSA 1500, der den Namen INKA trug, seine ersten Rekorde über 1000 - 5000 Meilen in Monthlery (Frankreich) mit den Fahrern Adolf Brudes, August Momberger, Karl-Heinz Schäufele und Heinz Meier ein.  Auch bei GOLIATH favorisierte man den Rennsport, konstruierte und baute ein eigens dafür geschaffenes stromlinienförmiges Dreirad mit einem 700 ccm-Zweitaktmotor. Allein 38 Weltrekorde wurden mit diesem Rennfahrzeug errungen; die Fahrer Adolf Brudes, Helmut Polensky, Hans-Hugo Hartmann, Otto Koch-Bodes und Hugo Steiner brachten diese Siege heim. Überschattet wurden sie von einem tragischen Unfall auf dem Hockenheimring, bei dem Hugo Steiner tödlich verunglückte.

 

Stets neue Siege konnten dann auch in die Rennen geschickte 1,5 l- BORGWARD-Fahrzeuge einfahren. Im Jahre 1953 starteten in Mexiko BORGWARD - Rennsportwagen bei der Carrera Panamericana und lieferten sich u.a. mit PORSCHE unvergessene Duelle.

 

Ein Jahr später begann auch bei LLOYD die Ära des Rennsports. Insgesamt 14 internationale Klassenrekorde konnten mit einem strömungsgünstig gebauten Rennwagen errungen werden.

 

1954 startete Adolf Brudes mit einer Serien-ISABELLA bei der Carrera in Mexiko, und landete auf dieser über 3000 km langen Strecke einen Klassensieg, wie auch Stirling Moss mit einem COOPER-BORGWARD in der Formel 2 von Sieg zu Sieg eilte.

 

Unzählige weitere Renn- und Rallye-Einsätze mit Serienfahrzeugen der BORGWARD-Gruppe, wie beispielsweise LLOYD-ALEXANDER, ARABELLA oder HANSA 1100, brachten Siege und viel Anerkennung mit nach Hause.

 

Aus den einstigen Siegerkränzen dieser glorreichen Rennepoche entstanden 1961 Trauerkränze, denn ein Unternehmen von Weltgeltung trat ab für immer von der Bühne seiner Erfolge.

 

Bericht: Winfried Kück

 

Bremen Classic Motorshow 2006

  

  

  

Fotos: Elke + Wolfgang Kaeding

© www.formundstyle.de

 

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