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Mit der ISABELLA und unserem Eriba Familia auf Reisen

 

Drei mal ist „Bremer Recht“

Bericht 1: Unser Urlaubsort Ribeauville, Vogesen

 

Unsere ISABELLA hat hinten einen Haken, und den hat man ja schließlich nicht nur zum Spaß angebaut, sondern er hat  einen bestimmten Zweck zu erfüllen, nämlich einem Anhänger die Verbindung zum Zugfahrzeug zu ermöglichen. Also hängten wir, Hildburg und ich, am 4. April d. J. unseren Hymer Eriba Familia morgens um 9 Uhr an das o. a. Bauteil und starteten zu einer langen Reise. Frankreich war unser Ziel, genauer Ribeauville im Elsass am Fuße der Vogesen. In diesem hübschen Örtchen, an der „Elsässischen Weinstraße“ gelegen, veranstaltete der Automobilclub ACV, dem wir seit geraumer Zeit angehören, sein diesjähriges Caravan-Treffen, das traditionell über Ostern und seit über 30 Jahren immer auf einem anderen Campingplatz in Deutschland und auch im Ausland stattfindet.

 

Mit Zuversicht und vollem Tank ging die Fuhre also los mit dem Plan, auf halber Strecke eine Übernachtung zu suchen. Aber es kam alles anders! Der Borgward und auch wir waren nicht zu bremsen.

Ohne Probleme mit Fahrzeug oder den Verkehrsverhältnissen erreichten wir nach fast 800 km um 20 Uhr unser Ziel; kaputt aber glücklich! Dabei wurde es der ISABELLA nicht immer leicht gemacht, denn die 75 PS mussten ca. 2 t u. a. über die bergige Sauerlandstrecke ziehen. Bedenken hatte ich im Vorfeld der Planung keine, denn ich sagte mir, wer schon eine Österreichfahrt mit Wohnwagen geschafft hat, der wird diese Strecke auch meistern, obwohl das alles schon 10 Jahre und 35 000 km zurückliegt.

 

 

10 wunderschöne Tage ohne einen Tropfen Regen lagen vor uns, und unsere Oldtimer standen oft im Mittelpunkt des Interesses. Wann bekommt man, und das waren über 170 Teilnehmer mit 80 Caravan und Wohnmobilen meist modernster Bauart, schon mal ein Auto aus den 50ern mit einem Wohnwagen aus den 60ern zu sehen, die eine „so weite Strecke ohne Pannen bewältigt haben“.

 

    

 

Das Elsass, mit seinen in der Rheinebene gelegenen Weinanbaugebieten, mit den hoch aufragenden Vogesen und den vielen schönen Orten, allen voran die „Europastadt“ Straßburg mit ihrem mittelalterlichen Flair, war ein lohnendes Reiseziel.

 

 

 

Aber irgendwann ist alles zu Ende, und am 14. April um 9.30 Uhr traten wir die Rückreise an, die uns wiederum nonstop, aber über Straßburg, die Rheinpfalz, den Hunsrück, die Eifel, Köln, Wuppertal und Münster zu unserer heimatlichen Garage führte, die wir um 21.30 Uhr, nach genau 12 Stunden Fahrt erreichten.

 

Auch auf dieser Fahrt eroberte sich die ISABELLA und ihre Besatzung trotz großer Hitze, wir hatten um 19.30 Uhr in Münster noch 24 Grad, die Note 1.

 

Genau 1 620 km mit Wohnwagen, dazu kamen noch 150 km ohne Anhängsel, und das ohne Probleme; Hut ab!  Borgward baute prima Autos !

 


 

 

Mit der ISABELLA und unserem Eriba Familia auf Reisen

 

Drei mal ist „Bremer Recht“

 

Bericht 2: Parade der Borgward-Gespanne in Uithuizen, Niederlande

 

Die ISABELLA hatte sich schon gefreut, endlich den Wohnwagen los zu werden, da wurde schon wieder angehängt, und die Fuhre wählte die Niederlande als Ziel. Unser Club-Mitglied Jan Wierema, seine Ria sowie Gerrit und Ria aus Zwolle hatten eingeladen, ein Wochenende auf dem kleinen aber feinen Campingplatz in Uithuizen zu verbringen. Uithuizen ist der Wohnort von Ria und Jan, liegt in der Provinz Groningen ganz im Norden, dicht an der Nordsee.

 

Am 11. Mai, einem Freitag, machten wir uns auf die Reise, und erreichten gegen 13.30 Uhr das erste Ziel in Westerstede, wo wir auf unsere Mitstreiter Gerd und Gertrud Hopheit sowie Gerd und Edelgard Haase trafen. Auf der Fahrt dorthin begleitete uns eine ausgeprägte Unwetterfront, die uns zu ausgesprochen defensiver Fahrweise zwang, um es ganz vorsichtig auszudrücken. Auf der zweiten Etappe von Westerstede nach Uithuizen begleitete uns meistens die Sonne, alles war wieder gut !

 

 

  

 

Der Campingplatz, idyllisch auf einem ehemaligen Bauernhof gelegen. 

 

  

  

 

Ein freundlicher Empfang durch die Gastgeber mit anschl. Kaffee- und Kuchentafel ließen die Stimmung wieder steigen, und wir konnten beginnen, die Wohnwagen und Vorzelte herzurichten. Nach und nach trafen auch die restlichen Mitstreiter, Günter und Karin aus Bockhorn, Rainer und Monika aus Ganderkesee, Hans-Günter und Marion aus Papenburg sowie Gerrit und Ria mit Tochter und Schwiegersohn aus Zwolle ein, denn sie mussten tlw. noch am Freitag ihren Berufen nachgehen. Aus allen Fahrzeugen wurde eine Wagenburg gebildet; in der Mitte bot ein Partyzelt viel Platz für Frühstück und geselliges Beisammensein.

 

  

  

 

Die Versammlung der BORGWARD ISABELLAS, B 611 und der Wohnwagen-Oldies, bereichert um ein sehr schönes ORION-Wohnmobil mit BORGWARD-Zutaten von Gerrit und Ria, gaben ein eindrucksvolles Gesamtbild auf dieser gepflegten Anlage ab. Am Sonnabend, nach einer schönen Ausfahrt bei steifem Wind bis an die Nordsee, ließen wir den Tag mit niederländischem Kräuter und leckerem Gegrilltem ausklingen. Sonntags, nach gemeinsamen Frühstück und Mittags-Erbsensuppe, machten sich alle Teilnehmer wieder auf den mehr oder minder langen Nachhauseweg, den sie alle unbeschadet überstanden.

 

  

 

Unser Dank gilt hier noch einmal den Gastgebern, die sich wirklich alle Mühe gaben, uns 100-prozentig zufrieden zu stellen, und endlich haben wir auch begriffen, warum wir in den Niederlanden und nicht in Holland waren.

 

 

Alle waren sich einig, dass so etwas 2008 wiederholt werden muss!

 


 

 

Mit der ISABELLA und unserem Eriba Familia auf Reisen

 

Drei mal ist „Bremer Recht“

 

Bericht 3: Willy, das Münsteraner Original

 

Auf dem Campingplatz in Frankreich hatten wir das Glück, sehr nette Camper als Nachbarn zu haben, mit denen wir uns gut verstanden. Um diese Freundschaft weiter auszubauen, verabredeten wir, uns Mitte Juni wieder zu treffen.

 

Am 15. Juni ging die Post also wieder ab; wir spannten an, und nach gut 3 ½ Stunden wurde der Campingplatz Münster, nur verzögert durch einen LKW-Reifenschaden auf der A1, der uns eine ½ Stunde kostete, ohne Probleme erreicht. Unsere Freunde erwarteten uns schon, und wir wurden mit großem Hallo begrüßt. Münster war eine Reise wert, das kann man ohne Übertreibung sagen. Dass wir unsere Fahrräder mitgenommen hatten, stellte sich bald als die richtige Entscheidung heraus. Wir waren keine 5 km vom Zentrum entfernt, und konnten so alle Wege mit dem Rad erledigen. In der Stadt gab es Interessantes zu sehen.

 

          

 

Abgesehen von den Sehenswürdigkeiten wie den Friedenssaal im Rathaus (Dreißigjähriger Krieg 1618-1648), die Lambertikirche und der Dom mit der schönen Altstadt, ist Münster ab diesem Wochenende Schauplatz der weltweit wichtigsten Skulpturenausstellung. Und diese Kunstwerke begegneten uns immer wieder auf den Radwanderungen, die wir bei nicht immer trockenem Wetter unternahmen.

 

Nach vier Tagen hieß es Abschied nehmen, und unsere  ISABELLA  brachte Hildburg und mich, brav wie es sich gehört, wieder zurück nach Bremen. Fahrer und Beifahrerin, Auto und Wohnwagen wohlauf; was will man mehr !

 

 

Fazit:

In drei Fahrten innerhalb von gut zehn Wochen legten wir knapp 2500 km mit unserer fast 50jährigen ISABELLA und einem 40jährigen Wohnanhänger ohne jegliche Scherereien zurück. Wir sind stolz auf euch!

 

Hildburg und Bernd im Juni 2007

 

 

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